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Warum italienisches Olivenöl nicht immer in Italien wächst.

Weltweit wird mehr italienisches Olivenöl verkauft, als das Land erzeugen kann. Weil die Nachfrage das Angebot übersteigt, nutzen viele Anbieter ein Schlupfloch in der EU-Gesetzgebung. Demnach ist der Ursprung eines Öls dort wo es abgefüllt wurde und nicht da wo es produziert wird. Wenn auf dem Etikett einer Olivenölflasche eines italienischen Anbieters lediglich , „Abgefüllt in Italien“ steht, kann man getrost davon ausgehen, dass der Inhalt in Griechenland, der Türkei oder Spanien erzeugt wurde. Auch in diesen Ländern entstehen zweifelsfrei hochwertige Olivenöle, die für den Alltagsgebrauch sicherlich tauglich sind. Doch wer einen Dom Perignon einem Rotkäppchen-Sekt vorzieht und lieber weiße Trüffeln als Zuchtchampignons genießt, wird auf den Genuss italienischer Spitzenöle nicht verzichten wollen.

Ligurien und die Toskana gelten als die Regionen, deren Olivenöle weltweit die Spitze markieren. Leider wird diese Spitzenstellung auch durch Preise dokumentiert, die das Vergnügen an diesen Köstlichkeiten nachhaltig trüben können. Wir haben in Apulien Anbaugebiete entdeckt, dessen Produkte sich mit den renomiertesten Olivenölen messen lassen und deren Preise ihrer außergewöhnlichen Qualität mehr als angemessen sind. Dies hat zwei Gründe:

1. Die Olivenöle werden nach jahrhundertealter Tradition von Familienbetrieben und kleinen Kooperativen hergestellt.

2. Der Ertrag liegt nur wenig über dem Eigenbedarf. Deshalb sind Investitionen in Marketing und Werbung nicht sinnvoll.

Trotzdem ist es uns gelungen, einen kleinen Teil der Produktion für Olivenöl-Kenner in Deutschland zu reservieren – Öle von unvergleichlich mild fruchtigem Geschmack und höchster Güte.